Polyurethan & Elastan – Kleine Materialkunde

Polyurethan gehört zu den Chemiefasern synthetischen Ursprungs (genauere Infos hierzu im Beitrag „Chemiefasern allgemein“) und wird durch das Polyadditionsverfahren hergestellt. Hierbei verbinden sich zwei unterschiedliche Monomere zu einem Polymer. Polyurethan wurde erstmals 1937 synthetisiert.

Polyurethan kommt in der Textilbranche meist als Elastanfaser vor, findet in der Bekleidungsindustrie aber auch als Textilbeschichtung (um z.b. Jacken wasserabweisend zu machen), Kunstleder, Vliesstoff oder Weichschaum (z.b. in Sportschuhen) Verwendung.

Die moderne Technik macht es möglich, dass PU-Beschichtungen atmungsaktiv sind. Wasserdampf kann nach außen, aber keine Feuchtigkeit eindringen. PU ist deutlich umweltfreundlicher als Fluorcarbon-DWR oder PVC-Beschichtungen.
Kurzbezeichnung im Waschetikett PU

Im Weiteren werde ich auf Elastanfaser eingehen: Elastan muss zu mindestens 85% aus Polyurethan bestehen, die restlichen 15% sind meist Polyester oder Polyethylenglykol. Die Elastizität, die diese Faser erreicht gibt es so in der Natur nicht. Die Dehnungsfähigkeit liegt bei 500-700% und zieht sich wieder in den Ursprungszustand zurück. Im Vergleich zu Gummi ist sie außerdem haltbarer und reißfester.

Eigenschaften von Elastan:
– Sehr hohe Elastizität (höchste aller Fasern)
– Lichtbeständig
– Sehr feine Fasern möglich
– Hitzebeständig
– Reißfest
– Pflegeleicht

Kurzbezeichnung im Waschetikett EL, im englischen Raum wird teilweise als Name Spandex verwendet, Marke zb. Lycra

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