Polyamid – Kleine Materialkunde

Polyamid gehört zu den Chemiefasern synthetischen Ursprungs (genauere Infos hierzu im Beitrag „Chemiefasern allgemein“).

Fast zeitgleich in den 30er Jahren wurde Polyamid in den USA und Deutschland entwickelt. In den USA kam Polyamid unter dem Namen Nylon und in Deutschland als Perlon auf den Markt.

Polyamid wird durch das Polykondensationsverfahren oder durch das Polymerisationsverfahren hergestellt. Ebenso wie Polyester wird bei Polyamid mit dem Schmelzspinnverfahren gearbeitet, wo das Material geschmolzen und dann durch eine Düse gepresst wird, hierbei entsteht die Filamentfaser. Häufig wird bei diesem Prozess direkt gefärbt, dadurch ergibt sich eine gute Haltbarkeit der Farbe.

Eigenschaften von Polyamid:
– Nimmt wenig Feuchtigkeit auf (allerdings mehr als Polyester)
– Elektrostatische Aufladung
– Höchste Formstabilität aller Synthetikfasern
– Trocknet sehr schnell
– Gut färbbar
– Sehr elastisch (mehr als Polyester) deshalb super für Strumpfhosen
– Gute Nass- und Trockenfestigkeit
– Scheuerbeständig
– Starke Pillingbildung
– Faser kann in der Herstellung glatt oder gekräuselt sein (gute / schlechte Wärmeisolation)
– Knitterarm
– Empfindlich gegen Säuren
– Nicht verrottbar
– Schlechte Lichtbeständigkeit (Polyester hat eine gute Lichtbeständigkeit)
– Empfindlich gegen hohe Temperaturen (Polyester ist dagegen Hitzebeständig)

Kurzbezeichnung im Waschetikett PA

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