Polyester – Kleine Materialkunde

Polyester gehört zu den Chemiefasern synthetischen Ursprungs (genauere Infos hierzu im Beitrag „Chemiefasern allgemein“) und ist die weltweit meist genutzte Chemiefaser (60% des Chemiefaseraufkommens). Die erste hitzebeständige Polyesterfaser kam in den 1940ern auf den Markt.

Polyester wird mit dem Polykondensationsverfahren hergestellt. Aus Erdöl werden Monomere gewonnen, die sich bei diesem Verfahren zu Polymeren verbinden. Das Material wird anschließend geschmolzen und durch eine Düse gepresst, wodurch der Endlosfaden (Filamentfaser) entsteht. In diesem Prozess kann die Faser auch gleichzeitig verstreckt werden,wodurch sie dünner und länger wird.

Aus recycelten PET Flaschen kann man wieder Polyester gewinnen. 40% der PET Flaschen in Deutschland werden jährlich zu Fasern verarbeitet. (Industrievereinigung Chemiefaser e. V.)

Eigenschaften von Polyester:
– Beständig gegen Säuren und Laugen
– Nass- und Trockenfest
– Hohe Elastizität
– Knitterarm
– Gute Lichtbeständigkeit
– Schlechte Flüssigkeitsaufnahme (Polyamid kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen)
– Schnelle Trocknung
– Kann je nach Verfahren eine gute oder keine Wärmeisolation haben
– Weich
– Atmungsaktiv
– Elektrostatische Aufladung
– Hautfreundlich
– Nicht verrottbar (beständig gegen Pilze und Bakterien)
– Höchste Hitzebeständigkeit aller Synthetikfasern (gut für Bügelfalten oder Plissees)

Kurzbezeichnung im Waschetikett PES

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