Viskose – Kleine Materialkunde

Viskose zählt zu den Chemiefasern mit cellulosischem Ursprung (genauere Infos hierzu im Beitrag „Chemiefasern allgemein“). Es handelt sich bei der Faser um eine reine Cellulosefaser, bei dem die Cellulose aus Buchen-, Pinien, Kiefern, Fichten, Eukalyptusholz und Bambus gewonnen wird. Das Verfahren zur Viskoseherstellung wurde 1982 von Edward John Bevan und Charles Frederick Cross erfunden.

Viskose kann als Filament- und Stapelfaser hergestellt werden (Filamentfaser = Endlosfaser – unendliche Länge möglich / Stapelfaser = Fasern mit endlicher Länge). Als Filamentfaser ist diese glatt und ungekräuselt. Als Stapelfaser kann sie unterschiedliche Eigenschaften annehmen, je nachdem, mit welchem Material sie in der Bekleidung vermischt werden soll (z.B. Baumwolleigenschaften oder Wolleigenschaften).

Eigenschaften von Viskose:
– Nicht so fest wie Baumolle
– Nimmt gut Feuchtigkeit auf (z.B Schweiß) bis zu 90% ohne sich feucht anzufühlen. Bei Baumwolle sind es nur 7-11%
– Trocknet langsam
– Temperaturausgleichend
– Seidig und glänzend
– Nicht elektrostatisch
– Weicher, fließender Fall
– Hautsympathisch
– Gute Färb- und Bedruckbarkeit
– Nicht sehr elastisch, dafür gut dehnbar
– Knitteranfällig
– Biologisch abbaubar
– Geringe Reiß- und Scheuerfestigkeit

Kurzbezeichnung im Waschetikett CV, englischer Name Rayon / Viscose

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