Chemiefasern allgemein – kleine Materialkunde

Weiter geht’s mit unserer kleinen Materialkunde 🙂

Bevor ich Ihnen etwas über die einzelnen Chemiefasern erzähle, möchte ich vorher noch einmal allgemein etwas zu Chemiefasern sagen.

Diese werden in zwei Gruppen eingeteilt:
– Chemiefasern synthetischen Ursprungs
– Chemiefasern cellulosischen Ursprungs

Cellulosefasern werden auch natürliche Kunstfasern genannt, weil im Herstellungsprozess der natürliche Rohstoff Cellulose so umgewandelt wird, dass am Ende eine nutzbare Faser entsteht. Als Ausgangsmaterial dient Holz und Linter (= eine nicht verspinnbare Faser der Baumwolle). Zu dieser Gruppe von Fasern zählen Viskose, Modal, Lyocell, Celluloseacetat und Cupro.

Synthetische Chemiefasern werden aus Rohöl hergestellt. Der Anteil des geförderten Rohöls für Bekleidung weltweit liegt bei unter 1% (Stand 2018). Zu diesen Fasern zählen Polyester, Polyamid, Polyarcylmitril, Polyprophylen, Polychlorid, Modacryl und Polyurethan / Elastan.

 

Hier noch ein paar Zahlen für Sie:
Die Weltproduktion an Fasern lag 2018 bei etwas über 100 Mio Tonnen. Davon sind 73,4 Mio Tonnen Chemiefasern (66,6 Mio Tonnen synthetischen und 6,8 Mio Tonnen cellulosischen Ursprungs), 26,1 Mio Tonnen Baumwolle und 1,1 Mio Tonnen Wolle (im Vergleich dazu lag 2000 die Weltproduktion an Fasern bei 51,44 Mio Tonnen, sie hat sich also fast verdoppelt.

 

Mit 50 L Benzin kann man zum Beispiel:
– 1000km Autofahren
– 1000 Polyamidstrumpfhosen à 15gr produzieren
– 80 Polyesterblusen à 180gr herstellen

 

Quelle: Industrievereinigung Chemiefaser e. V.

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