Ramie – Kleine Materialkunde

Ramie haben Sie als Material sicher schon einmal gehört. Aber wissen Sie auch was für ein Material Ramie genau ist?

Ramie ist eine Brennesselpflanze, die aus Asien stammt und bis zu 20 Jahre alt werden kann. Zu fast 50% wird sie in China angebaut, des Weiteren in Brasilien und den USA. Da die Pflanze frostempfindlich ist, ist ein Anbau bei uns nicht möglich. Ramie ist gegen Schädlinge weitgehend resistent und verdrängt viele Unkräuter.

In der Herstellung ist Ramie allerdings aufwendiger als Baumwolle, Leinen oder auch Hanf und es ist eine chemische Lauge notwenig, um die Pflanzenfaser für die Weiterverarbeitung zu lösen, weshalb sie in der Industrie nicht so viel verwendet findet.

Ein Vorteil von Ramie ist, dass sie nicht mehr gebleicht werden muss, da die Faser schon reinweiß ist und sich somit gut für Färbungen eignet. Durch den chemischen Aufschluss erhält die Faser ihren Glanz, weshalb Ramie gerne auch anderen Materialien beigemischt wird, um diese seidiger / glänzender zu machen.

Eigenschaften von Ramie:
– Glänzend
– Gut färbbar
– Strapazierfähig
– Leinenähnlich
– Nachwachsend
– Fein und leicht
– Aufwendig und teuer in der Gewinnung und Produktion
– Saugfähig
– Knitteranfällig (nicht so stark wie Leinen)

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